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Läufst du lieber im Morgengrauen los und genießt die Ruhe der Natur? Oder drehst du deine Runden in den kühlen Abendstunden? Wenn es um den richtigen Zeitpunkt für das Training geht, gibt es ebenso viele Meinungen wie es Menschen gibt. Und dennoch: Wann du dein Training ansetzt, ist nicht nur eine Frage von Lust und Disziplin, sondern von deinem persönlichen Rhythmus. Denn deine innere Uhr gibt vor, wann dein Körper besonders leistungsbereit ist.
In diesem Beitrag erfährst du, wie dir dein Biorhythmus dabei hilft, die beste Zeit zum Laufen zu finden – und worauf es bei langen Läufen, in der Wettkampfvorbereitung oder an heißen Tagen ankommt.
Gibt es die beste Zeit zum Laufen?
Die gute Nachricht gleich vorweg: Die eine, für alle perfekte Uhrzeit gibt es nicht. Die beste Zeit zum Laufen ist die, die zu dir, deinem Alltag und deinem Energielevel passt. Jeder Mensch tickt da ein bisschen anders. Während die einen morgens vor Energie sprühen, kommen die anderen erst am Abend richtig in Fahrt.
Entscheidend ist dein ganz persönlicher Biorhythmus – also das natürliche Auf und Ab von Wachheit und Ruhe im Laufe eines Tages. Für Frauen ist außerdem wichtig, in welcher Zyklusphase sie sich gerade befinden. Wer im Einklang mit dieser inneren Uhr trainiert, läuft oft leichter, mit mehr Freude und hat außerdem noch mehr Motivation zum Laufen.
Morgens, mittags oder abends laufen?
Jede Tageszeit hat ihren eigenen Reiz und Vorteile. Welche am besten zu dir passt, hängt von deinem Rhythmus und deinem Alltag ab. Ein Überblick:
Laufen am Morgen
Ein Lauf am Morgen bringt Schwung in den Tag und lässt sich wunderbar mit deiner Morgenroutine verbinden. Viele genießen die ganz eigene Stimmung, wenn die Straßen noch leer sind und man die Ruhe der Natur genießen kann. Wer morgens läuft, hat seine Bewegungseinheit außerdem schon erledigt, bevor der Alltag dazwischenkommt.
Tipp: Gönn deinem Körper zum Aufwärmen etwas mehr Zeit, auch, wenn du von Natur aus eine Lerche bist (Frühaufsteher) – nach dem Aufstehen ist die Muskulatur noch nicht auf Betriebstemperatur.
Laufen zur Mittagszeit
Die Mittagspause ist ideal, um kurz abzuschalten und Energie zu tanken. Eine Laufrunde zwischendurch lockert den Tag auf und bringt den Kreislauf in Schwung.
Wichtig: Achte im Sommer allerdings auf die Temperaturen und darauf, genug zu trinken.
Laufen am Abend
Am Abend ist die Muskulatur bereits gut durchblutet – viele fühlen sich dann besonders leistungsfähig. Ein Lauf nach Feierabend hilft dabei zusätzlich, den Stress des Tages abzubauen und den Kopf freizubekommen.
Tipp: Wenn du zu den Menschen gehörst, die nach dem Sport schwer zur Ruhe kommen, plane deine Einheit lieber etwas früher am Abend, damit du danach in einen erholsamen Schlaf findest.

Teste deine innere Uhr
Zu welchem Typ gehörst du? Am besten findest du das heraus, indem du dich selbst ein paar Tage lang beobachtest. Achte dabei zum Beispiel auf folgende Fragen:
- Wann fühlst du dich am wachsten und energiegeladensten?
- Zu welcher Tageszeit fällt dir Bewegung besonders leicht?
- Wann musst du dich für einen Lauf regelrecht überwinden?
- Nach welcher Einheit schläfst du besonders gut?
Ein kleiner Selbsttest hilft zusätzlich: Probiere dieselbe Laufstrecke an verschiedenen Tageszeiten aus – einmal morgens, einmal mittags und einmal abends. Wie fühlst du dich dabei jeweils? Oft zeigt sich schon nach wenigen Läufen deutlich, wann dir das Laufen am leichtesten fällt.
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Zyklussensibles Training
Nicht nur die innere Uhr über den Tag beeinflusst dein Wohlbefinden beim Laufen – bei Frauen kann auch der Menstruationszyklus eine Rolle spielen. Denn: Viele Läuferinnen nehmen wahr, dass sich ihr Energielevel im Verlauf des Zyklus verändert. Zyklussensibles Training bedeutet in diesem Zusammenhang, dein Lauftraining ein Stück weit an diese Phasen anzupassen.
Grob lässt sich der Zyklus in vier Phasen einteilen:
- Menstruationsphase (Zyklusbeginn): In den ersten Tagen fühlen sich viele etwas müder oder ruhiger. Wenn dir danach ist, eignen sich lockere, entspannte Läufe in gemütlichem Tempo. Genauso in Ordnung ist es, einen Gang zurückzuschalten oder eine Pause einzulegen.
- Follikelphase (nach der Menstruation): Häufig steigt jetzt das Energielevel wieder spürbar an. Eine gute Zeit, um etwas fordernder zu trainieren – zum Beispiel mit Tempoläufen, kurzen Intervallen oder neuen Reizen.
- Eisprung (Zyklusmitte): Rund um den Eisprung fühlen sich viele besonders leistungsfähig. Das kann eine passende Gelegenheit für intensivere Einheiten oder einen längeren Lauf sein. Achte dabei wie immer gut auf dein Körpergefühl.
- Lutealphase (vor der Menstruation): In den Tagen davor lässt die Energie oft wieder etwas nach. Jetzt tun ruhige, gleichmäßige Läufe und bewusste Erholung meist besonders gut. Sanfte Entspannungsübungen oder auch längeres Gehen können zudem unterstützend wirken.
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Spezialfälle: Wenn die Tageszeit das Training bestimmt
In manchen Situationen lohnt es sich, die Tageszeit bewusst zu wählen – unabhängig davon, ob du Frühaufsteher, Nachteule oder ein Mischtyp bist.
Lange Läufe
Für lange, ruhige Läufe eignet sich der Vormittag besonders gut. Du bist ausgeruht, hast Tageslicht und genug Zeit, ohne unter Druck zu geraten. Plane danach bewusst genügend Erholung ein, damit dein Körper die Einheit gut verarbeiten kann.
Wettkampfvorbereitung
Bereitest du dich auf einen Lauf-Wettkampf vor, kann es sinnvoll sein, ab und zu genau zu der Uhrzeit zu trainieren, zu der später auch der Startschuss fällt. So gewöhnst du deinen Körper an die Belastung zur richtigen Zeit und weißt vorher, wie sich diese Tageszeit für dich anfühlt.

Laufen in der Hitzeperiode
An heißen Sommertagen sind die frühen Morgenstunden und der späte Abend die angenehmsten Zeiten für deine Laufrunde. Dann ist es kühler und die Sonne steht tiefer. Denk daran, ausreichend zu trinken, luftige Kleidung zu tragen und es ruhiger angehen zu lassen.
Gewusst? Auch das Schwitzen erfüllt dabei eine wichtige Aufgabe: Es hilft deinem Körper, die Temperatur zu regulieren.
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So findest du deinen persönlichen Lauf-Rhythmus
Am Ende zählt vor allem eines: dass dir das Laufen Freude macht und gut in dein Leben passt. Höre auf deinen Körper, probiere verschiedene Zeiten aus und bleib flexibel. Dein Rhythmus darf sich mit den Jahreszeiten, deinem Alltag oder deiner Form verändern.
Wichtiger als die perfekte Uhrzeit ist, dass du regelmäßig in Bewegung bleibst. Und die beste Zeit zum Laufen ist letztlich immer die, zu der du tatsächlich deine Schuhe schnürst.
Magnesium: ein wichtiger Begleiter für aktive Läufer
Wer regelmäßig läuft, tut seinem Körper viel Gutes – und darf ihn dabei auch gut versorgen. Eine ausgewogene, magnesiumreiche Ernährung spielt hier eine wichtige Rolle.
Magnesium trägt zu einer normalen Muskelfunktion und zu einem ausgewogenen Energiestoffwechsel bei. Außerdem hilft der Mineralstoff, Müdigkeit und Ermüdung zu verringern – gerade, wenn du aktiv bist, lohnt sich also ein Blick auf deine Magnesiumversorgung.
Gut zu wissen: Grünes Gemüse, Nüsse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte sind natürliche Magnesiumquellen.
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Häufige Fragen zur besten Zeit zum Laufen
Wann ist die beste Tageszeit zum Laufen?
Die beste Tageszeit richtet sich nach deinem persönlichen Biorhythmus. Frühaufsteher (Lerchen) fühlen sich morgens am fittesten, während Abendtypen (Eulen) nach Feierabend zur Höchstform auflaufen. Probiere verschiedene Zeiten aus, um deinen eigenen Rhythmus zu finden.
Ist es besser, morgens oder abends zu laufen?
Beides hat seine Vorteile. Ein Lauf am Morgen bringt Schwung in den Tag, ein Lauf am Abend hilft beim Abschalten. Am besten läufst du dann, wenn es sich für dich leicht und gut anfühlt und gut in deinen Alltag passt.
Sollte ich bei Hitze laufen?
An heißen Tagen verlegst du deine Laufrunde am besten in die kühleren früheren Morgen- oder späten Abendstunden. Trinke genügend, wähle leichte Kleidung und lauf ruhiger als gewohnt – so bleibt das Laufen auch im Sommer angenehm.













